DIE ÜBERFLIEGERIN DER SAISON?
titelte das Fachblatt schon im August 2002, nachdem Sabine Spitz mit dem Sieg beim Mountainbike Weltcup nicht nur eine 10 Jahre währende Durststrecke des Deutschen Mountainbikesport beendete, sondern als erste Deutsche in der Weltrangliste die Nr. 1 eroberte.
Damit ist schon viel gesagt über die sportliche Entwicklung von Sabine Spitz. Die absolute Krönung ihrer bisherigen Karriere gelang ihr im Jahr 2008 mit dem Gewinn des olympischen Golds in Peking. Damit ist Sabine die erste und bis jetzt einzigeste Olympische Medaille Gewinnerein im Mountainbike für Deutschland.
Dabei ist die Karriere von Sabine Spitz eher ungewöhnlich. Nach ersten Versuchen auf dem Mountainbike stand sie 1994 als schon 22 jährige erstmals am Start eines Bike Rennens. Schon ein Jahr später schaffte sie überraschend die Qualifikation zur Weltmeisterschaft, wo sie sich auf Anhieb unter den 50 besten der Welt klassierte. Ein Schlüsselerlebnis, das maßgeblich zum weiteren Verlauf der Karriere beitrug. Denn danach ging es, wenn auch in kleinen Schritten, stetig aufwärts. Damals schon faste sie die Olympiateilnahme 2000 als selbst gestecktes Ziel ins Auge. Zu der Zeit eine mutige Vision denn es war klar, daß nur zwei Startplätze zur Verfügung stehen würden. Mit dem großen Ziel stets im Blickfeld, lies sie sich durch Rückschläge und Unwägbarkeiten nicht aus dem Konzept bringen. Auch als 1998 eine Verletzung Anfang der Saison und fehlende Sponsoren die Verwirklichung des Traums Olympia in Frage zu stellen drohten, dachte sie nie an Aufgabe und finanzierte die Saison durch den Verkauf ihres Autos aus eigenen Mitteln.
Erste internationale Erfolge im Weltcup und die deutsche Vizemeisterschaft in diesem schwierigen Jahr bestätigten den Glauben an die eigene Stärke und öffneten den Weg in ein internationales Profiteam. Ein Jahr danach schon zweimal unter den besten 15 im Weltcup ließen die Olympia-Qualifikation in greifbare Nähe rücken. Im Jahr 2000 kam dann mit der Olympiade der internationale Durchbruch. Platz 9 in Sydney legte die Basis für die weiteren Erfolge. Dort setzte sie sich dann zum Ziel bei der nächsten Olympiade eine Medaille zu holen.
Wie schon 2003 war auch die Saison 2004 nicht frei von Problemen. Wie im Vorjahr erwischte Sabine Spitz einen viralen Infekt, der den Start beim ersten Weltcup in Madrid verhinderte. Eine Woche später lies sie ein technischer Defekt scheitern. Damit wurde Planung mit Zielsetzung Olympia gründlich durcheinandergebracht. Ohne international z?hlbares Resultat musste Sabine Spitz die erste Saisonhälfte abbrechen. Doch Sabine Spitz glaubte stets an sich. Sie konzentrierte sich ganz auf die Olympia Vorbereitung, überwand die Schwierigkeiten und die wenig verheißungsvollen Resultate im Vorfeld, um am 27.08. als Gewinnerin der Bronzemedaille auf dem olympischen Podium zu stehen. Eine bewegender Moment auf den sie vier Jahre hingearbeitet hatte.Bevor sie die neue Ziele für die MTB Saison 2005 ins Visier nahm, machte Sabine Spitz im Dez./Jan. noch einen Abstecher zum Rad Querfeldein. Auf Anhieb wurde sie auf diesem fremden Terrain Vize- Weltmeisterin und 2008 krönte Sie Ihre Karriere mit olympischen Gold in Peking.
Sabine Spitz im Web
www.hotzenwald.de/sabine-spitz
www.sabine-spitz.com
Erfolge
Olympische Spiele 2008 in Peking, Goldmedaille
Europameisterin 2007, 2008
Olympische Spiele 2004 in Athen, Bronzemedaille
Olympische Spiele 2000 in Sydney, Platz 9
Weltmeisterin 2003
Vize Weltmeisterin 2007, 2008
Siege Weltcup 2002
Deutsche Meisterin 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2008
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