Alles begann mit einem Gewichtsproblem…

Da er nicht der einzige war und viele Menschen sich über die bleischweren Räder beschwerten, gründete Uli 1990 die Firma Tune.
Gerade rechtzeitig zur ersten aufkommenden Leichtbauwelle präsentierte Uli einen sensationell leichten Schnellspanner. Dieser und einen Sack voll Aluminiun-Schrauben ergaben die erste Produktpalette der Firma Tune. Sehr schnell wurden die Bikeparts ein absolutes Muß für jeden ambitonierten Fahrer, denn es galt die 13-Kilo-Grenze zu unterschreiten.
Die Anfragen mehrten sich, Uli erkannte rechtzeitig die Möglichkeiten und gab seine sichere Chemikerstelle für den Leichtbau auf.
1991 wurde das erste Titan-Innenlager AC 11 vorgestellt. Die Konstruktion mit weit außen liegenden Lagern und langen Spannschrauben setzte Maßstäbe. Der Imagesprung von der Bastelbude zum anerkannten Leichtbauspezialisten war geschafft. Das Münchner Büro/Wohnzimmer wurde zu klein, weshalb ein uraltes Bauernhaus im heimischen Südbaden gekauft wurde. Das neue Mekka des Leichtbaus lag jetzt in der 100 Seelen-Gemeinde Muggardt.

In den folgenden Jahren finden die Tune-Parts einige prominente Anhänger. Radprofis wie Jan Ulrich, Mike Kluge, Sabine Spitz und die Fumic-Brüder setzen auf die leichten Teile.
Sogar die Leichtbau-Kritiker wurden eines Besseren belehrt. Ausgestattet mit Tune-Naben, -Kurbeln, -Schnellspanner und -Sattelstütze siegt Marcus Klausmann im Downhill seit Jahren. Der 15 fache Deutsche Meister und ehemalige Junioren Weltmeister zeigte, das die Tune-Parts auch den härtesten Bedingungen stand halten.

Mittlerweile ist die Firma Tune das Urgestein des Leichtbaus und feiert 2013 ihr 25jähriges Bestehen.

Der damals 28 jährige Uli Fahl lebte zu diesem Zeitpunkt in München und arbeitete als Chemiker bei einem großen Konzern für Schmiermittel. Die Wochenenden verbrachte Uli mit seiner Frau Gisela in den angrenzenden Alpen um zu klettern. Da mit dem Auto nicht alles in den Bergen erreichbar war, wurde eines der neuesten Kettler Mountainbikes gekauft. Mit der Kletterausrüstung auf dem Rücken machte sich Uli auf in die Berge. Die Euphorie über die brandneue Errungenschaft erblaßte recht schnell bei dem ersten Anstieg und Uli kam sich mit der schweren Last auf dem Rücken eher wie ein Maultier vor. Der Zwang zur Gewichtsreduzierung lag nahe.Einfache Dinge, wie die Zahnbürste, wurden gekürzt. Doch vom Tüftlerdrang gepackt, mußte Uli unzufrieden feststellen, dass beim Reisegepäck nicht viel mehr zu sparen ist. Der Entschluß stand fest: Eigene Komponenten müssen her, die Bikes besser, schöner und vor allem leichter werden.

Nach dem rasanten Aufstieg und vielen Erfolgen, galt es auch einige Rückschläge zu überstehen. Neue Materialien erwiesen sich als nicht ausgereift, weder das superleichte Innenlager mit Keramiklager, zum Stückpreis von 3000 Mark (ca. 1500 Euro), noch die Sattelstütze aus einer neuen Legierung, brachte nicht den erhofften Geldregen. Die Krise konnte überstanden werden und Uli konnte seine Lehren daraus ziehen.
Ende 1994 schlagen die neuen Kurblen (Big Foot) wie eine Bombe ein. Tune wird Innenlager-Hoflieferant beim US-Rahmenbauer Klein und etabliert sich als Leichtbau-Spezialist auch international. Uli richtet sein Augenmerk immer mehr auf die Naben/ Laufräder. „Die Laufräder sind die beste Art, Gewicht zu sparen. Durch die rotierenden Massen wirkt sich hier jedes Gramm Gewichtsersparnis besonders deutlich aus“, so Uli Fahl

Das Resultat sind wahre High-Tech-Naben, die nach Meinung vieler Ihrer Konkurenz weit voraus sind, superleicht, aber stabil genug sind, um allen Kräften stand zu halten.Die Firma Tune wird eine feste Größe in der Branche und überlebt als einer der wenigen Firmen den Einbruch des Leichtbau-Booms Ende der 90er. Uli´s Geheimrezept ist simple. „Die Natur hat uns alles vorgemacht.“

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